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Monatsspruch Mai 2016

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst. 1. Kor. 6,19

Im Zeitraffer der Bibel stoßen wir immer wieder auf den Wunsch Gottes, bei seinem Volk zu wohnen (2Mo 25,8 bis hin zu Off 21,3). So war es von Anfang an gedacht, und daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Gott möchte uns nahe sein. Wir Menschen hingegen sind vielleicht gut darin, IHM imposante Bauwerke als Tempel zu bauen, aber wie sieht es mit unseren Herzen, mit uns persönlich aus? Die Propheten und auch Jesus selbst haben immer wieder klare Worte dafür gefunden.

Eine prägnante Szene spielte sich wie folgt ab: Nachdem Jesus die Tierhändler aus dem Tempel aus Stein getrieben hatte, forderten seine Zeitgenossen: „Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete vom Tempel seines Leibes“ (Joh. 2, 18-21). Wir feiern dies heute als Osterfest – für die Menschen damals noch nicht erfassbar. Aber wir dürfen jetzt erleben, wie ER uns selbst zu seinem Tempel umgestaltet, als lebendige Bausteine. Paulus schreibt dazu weiter: „Ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes“ (1Kor. 6, 11). und „Ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe“ (1Kor. 6, 20). Durch Jesus können wir in diese unmittelbare Gegenwart Gottes treten.

Gott selbst kann Wohnung in uns beziehen. Die Voraussetzungen sind nun mehr als erfüllt. Und so werden wir durch das Wort aufgefordert: „Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Eifersucht, sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt“ (Römer 13, 13-14). Krasse und klare Worte. Wir können uns nicht mehr diesen Dingen hingeben, denn im Tempel Gottes haben solche Dinge nichts zu suchen. Es geht also ans Eingemachte. Und so wissen wir, Gott hat uns aus diesen Dingen herausgerufen, weil sie nicht gut für uns sind. Wenn ER uns nun baut zu diesem Tempel, dann findet ein Wandel IN UNS statt. Und ER hat unglaubliche Dinge für uns bereit: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut…“ (Gal 5, 22). Das sind doch himmlische Aussichten! Ach so… Ist es ein Blick in den Himmel? Ja, aber nicht nur. Gott beginnt schon hier auf der Erde mit uns. Durch Gottes Sohn ist alles für uns bereitgestellt: die Voraussetzung, das Wollen, das Vollbringen, der Wandel. Er will im HIER und JETZT in uns wohnen. So ist unsere „Eigentumswohnung“ zu seiner geworden.

Wir gehören uns nicht mehr selbst. ER kümmert sich jetzt um all die Dinge, die wir selbst aus uns heraus auch gar nicht schaffen. Mit Dank und Lob kommen wir vor IHN, wie es eben so

ist, im Tempel Gottes! Ja, Amen!

Herzliche Segensgrüße

Simone Sievers

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