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Monatsspruch November 2016

Aber eine noch festere Grundlage haben wir im prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten wie auf ein Licht, das an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht. 2. Petrus 1, 19

November: Die Natur hüllt sich wieder in ein Kleid von Nebel und Zwielicht. Kaum ein Sonnenstrahl erhellt den Tag. Alles scheint wie in einen Watteschleier eingehüllt. Schemenhaft stellen sich die Dinge in diesem Kleid dar, wie verwunschen. Und diese Wahrnehmung senkt sich auch auf die Stimmung der Seelen. Sie ist bei vielen entsprechend der Wetterlage bedrückt, und es macht sich dadurch auch ein Hauch von Niedergeschlagenheit breit.

Diese trübe und resignierte Stimmung passt sehr gut zu unserem Monatsspruch und lässt uns ein wenig die Hintergründe dazu erahnen. Der 2. Petrusbrief ist ein Abschiedsbrief, den Petrus aus Rom an die Gemeinden schrieb. Er wusste, dass sein Märtyrertod bevorstand (2Petr 1, 14). Er wollte die Gemeinden noch einmal persönlich ansprechen und grüßen. Der 2. Petrusbrief ist aber mehr als ein Abschiedsbrief. Er muss als ein geistliches Testament verstanden werden. Aus diesem Blickwinkel heraus erschließt sich der Brief auf eine völlig neue, überraschende und damit wohltuende Weise. Er spricht damit lebendig und treffend in unsere heutige Zeit hinein. Es gibt das Sprichwort: Der Botschafter geht, die Botschaft bleibt. Das drückt die Absicht des Briefes und die darin enthaltene Botschaft aus.

Unsere Welt, die Gott als ein Paradies für seine Kinder geschaffen hat, ist durch den Ungehorsam des Menschen zu einem dunklen Ort geworden. Dunkelheit drückt sich auch immer in Orientierungslosigkeit aus.

Nun könnte man auf die Idee kommen: Wir ziehen uns als Christen (Kinder Gottes) hinter die schützenden Mauern der Gemeinde (Kirche) zurück, denn da sind wir ja sicher und geborgen. Doch im 2. Kapitel des 2. Petrusbriefes spricht Petrus die kommende und sich abzeichnende Situation in der Gemeinde an. So wie die Schlange im Paradies präsent war und mit ihren Lügen ihr zerstörerisches Werk ausgerichtet hat, so kleidet sich die Schlage (der Teufel) hier in Form von falschen Propheten in Menschengestalt. Der Weg der Verführung ist immer der gleiche. Die niederen Instinkte des Fleisches werden angesprochen. Der geistliche Werbeslogan der Schlange lautet immer: Freiheit für das Fleisch. „Die Schlange meint es doch nur gut mit uns, und die Propheten treten voll in ihre Fußspuren.“

Sind wir dem denn nun hilflos und schutzlos ausgeliefert? Nein, nein, und noch einmal nein! Jesus hat seiner Gemeinde den Heiligen Geist gesandt. Und es heißt klar und deutlich (Off 19, 10): das Zeugnis Jesu ist der Geist der Prophetie. Der Heilige Geist und das lebendige Wort Gottes verbinden sich zum prophetischen Wort. Und sie werden somit zu einer scharfen Waffe, wie es in Hebr 4, 12 und 13 heißt: Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.

Dieses starke, kraftvolle, dynamische Licht in Form des prophetischen Wortes, leuchtet nun in seiner Gemeinde auf und vollbringt das Werk, wozu Jesus es gesandt hat. Es ist die Verherrlichung Jesu als des lebendigen Morgensterns. Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass Jesus siegen wird, egal wie viel Finsternis und Lüge die Schlange über die Welt und auch die Gemeinde ausgießen wird.

Johann Christoph Blumhard drückt es sehr treffen in einem Lied aus:

1) Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt.Denn alles ist nach seines Todes Nacht in seine Hand gestellt.Nachdem am Kreuz er ausgerungen, hat er zum Thron sich aufgeschwungen.Ja, Jesus siegt, ja, Jesus siegt!

2) Ja, Jesus siegt, obschon das Volk des Herrn noch hart darniederliegt. Wenn Satans Pfeil ihm auch von nah und fern mit List entgegenfliegt,
löscht Jesu Arm die Feuerbrände; das Feld behält der Herr am Ende.Ja, Jesus siegt, ja, Jesus siegt!
3) Ja, Jesus siegt! Seufzt eine große Schar noch unter Satans Joch,die sehnend harrt auf das Erlösungsjahr, das zögert immer noch,so wird zuletzt aus allen Ketten der Herr die Kreatur erretten.Ja, Jesus siegt, ja, Jesus siegt!

4) Ja, Jesus siegt! Wir glauben es gewiss, und glaubend kämpfen wir.Wie du uns führst durch alle Finsternis, wir folgen, Jesu, dir.Denn alles muss vor dir sich beugen, bis auch der letzte Feind wird schweigen.Ja, Jesus siegt, ja, Jesus siegt!

Der Sieg Jesu wird sich in der Scheidung offenbaren. Die Gemeinde Jesu wird in alle Ewigkeit bei JESUS sein und mitregieren. Die Welt wird dem Endgericht Gottes zugeführt werden. Gott hat einen neuen Himmel und ein neue Erde verheißen, in der Gerechtigkeit wohnt.

Ich wünsche Euch in diesem Sinne einen gesegneten und lichtdurchfluteten November.

Armin Mundt

 

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