Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

(Johannes 20,21)

Wenn wir jemanden treffen, begrüßt man sich! Sei es auf der Straße, zu Hause oder anderswo: “Hallo”, “Tag”, “Hi”! Dies sind wohl die ersten ausgetauschten Worte miteinander. Und meist sind diese Worte der Begrüßung entscheidend. Es ist der erste Eindruck, der vermittelt
wird, und hat somit Folgen für das weitere Gespräch! Was empfindest du, wenn jemand zu dir sagt: “Friede sei mit dir”?

Unser Friede ist zerbrechlich
Im Kontext des aktuellen Monatsspruchs begrüßt Jesus seine Jünger, die sich schutzsuchend, ängstlich und verstört in einem Raum versteckt haben. Was ist passiert? Das Unerwartete: Jesus wurde am Kreuz umgebracht! Dieser Jesus, gefeiert, bejubelt, der niemandem etwas getan hatte, wurde an Händen und Füßen an ein Kreuz genagelt. Umgeben von der Menschenmasse hing er dort für alle sichtbar. Auf grausame und brutale Art getötet.

Jesus kennt deine Situation
Und was hindert nun die Leute daran, nicht das gleiche mit seinen Anhängern, seinen Jüngern, zu vollziehen? In dieser Furcht und nicht zu wissen, wie es weitergeht, haben sie sich versteckt. Sie wünschten sich nichts mehr, als in diesem Raum Schutz, Stille und Ruhe zu finden. Es ist nicht immer offensichtlich, was in einem vorgeht. Die Jünger haben ihren Wunsch und ihre Erwartungen nicht geäußert. Aber Jesus drückt mit seiner Begrüßung
genau den Mangel aus. Er begegnet den Jüngern und uns mit den Worten des Friedens. Meint es Jesus wirklich so, wenn er ausspricht “Friede sei mit euch”?

Jesus bringt Frieden
Friede kann nur dort entstehen, wo die Sache geklärt wird. Jesus kommt mit seinen offenen und durchbohrten Händen in Frieden und mit einer Friedensbotschaft. Er hat den allen Dinge zugrunde liegenden Konflikt am Kreuz geklärt. Jesus hat die ganze Schuld auf sich genommen. Gott hat das wertvollste Opfer als Wiedergutmachung angenommen und somit den Frieden wiederhergestellt. Einen göttlichen Frieden. Diesen Frieden bringt uns Jesus
vom Vater im Himmel und schenkt uns diesen durch seine Tat am Kreuz. In dem Sterben und der Auferstehung steckt ein göttlicher Plan.

Gottes Friede ist für jeden
Das Gespräch mit Jesus endet für die Jünger nicht mit dieser plötzlichen Begegnung. Auch nicht mit dem Geschenk des göttlichen Friedens. Jesus beauftragt seine Jünger, diesen Frieden weiterzugeben. Heute würde man über die sozialen Netze die Menschen polarisieren, wenn man mit jedem teilen würde: “Gottes Sohn opferte sich, um für alle Frieden mit Gott zu schaffen!” Diese Nachricht würde sich millionenfach viral verteilen. Auch
wenn die Frage nach der Glaubwürdigkeit im Raum stehen kann, werden sich Menschen damit beschäftigen. Und vielleicht ist genau da die eine Person dabei, die sich nach Friedensehnt und nach der Begegnung mit Jesus sucht.  

Ich wünsche mir - für mich und für dich -, dass wir die tiefe Bedeutung dieses geschenkten
Friedens mehr erkennen, dankend annehmen und ansteckend weitergeben.

Bekim Ajvazi