Jahreslosung 2022

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes 6, 37

Liebe Geschwister, liebe Freunde,

das neue Jahr hat begonnen, wie das alte geendet hat. Wir sollten darüber nicht erstaunt sein, denn das ist der Lauf der Dinge seit Adam und Eva. Ich möchte euch mit der Jahreslosung Mut machen, eure Gedanken auf Gutes, Positives, Konstruktives auszurichten und der Welt zu zeigen: WIR HABEN GRUND ZUR FREUDE!

Die Menschen halten in diesen Zeiten Ausschau nach positiven Nachrichten, die ihnen Hoffnung, Mut und Zuversicht vermitteln sollen. Doch was erleben wir zurzeit? Tag für Tag werden wir mit den neuesten Katastrophenmeldungen überflutet. Pandemie (Seuchen), Klima (Vulkanausbrüche), Hungersnot, drohende Krieg und Massenflucht und und und... Das sind die Themen, die die Medien „an den Mann bringen“. Und fragt man nun die sogenannten Experten, wie der Weg aus den Krisen denn aussehen könnte, so bieten diese nur Spekulationen und vage Prognosen an. Wie das Sprichwort schon sagt: Nichts Genaues weiß man nicht. Doch keiner von ihnen will sich die Blöße geben und seine eigene Ratlosigkeit und sein Unvermögen, einen Weg aus den Krisen zu weisen, offen eingestehen.

In 1. Kor. 1, 19-20 (NGÜ) lesen wir:

Nicht umsonst heißt es in der Schrift [Jesaja 29,14]: »Die Klugen werde ich an ihrer Klugheit scheitern lassen; die Weisheit derer, die als weise gelten, werde ich zunichtemachen.« Wie steht es denn mit ihnen, den Klugen, den Gebildeten, den Vordenkern unserer Welt? Hat Gott die Klugheit dieser Welt nicht als Torheit entlarvt?

Es scheint also so, dass wir die Richtung verloren haben, nur noch so dahinschlittern und herumschlingern und orientierungslos sind. Wer kann uns da Orientierung geben? In dieser Situation, in diesen dunklen Zeiten, trifft uns die Jahreslosung 2022 wie ein Paukenschlag, wie ein Weckruf Jesu: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Was ist notwendig, den Weckruf Jesu zu hören und ihm dann auch zu folgen? Wir müssen nun aufmerksam auf die Situation blicken, in der Jesus diese Einladung aussprach. Mit fünf Broten und zwei Fischen, die ihm ein kleiner Junge bereitwillig und im Vertrauen gab, hatte Jesus mehr als 5000 Menschen gespeist. In ihrer Begeisterung wollten die Menschen Jesus zu ihrem Brotkönig machen.

Johannes 6,14-15: Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein.

Jesus wusste: gefüllte Mägen machen den Menschen nur vorübergehend zufrieden. Vielmehr gilt: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (Matthäus 4, 4).

Am anderen Tag erwarteten die Menschen erneut ein Wunder von Jesus, um ihre leeren Mägen zu füllen. Doch Jesus enttäuschte (ent – täuschte) sie in ihrer menschlichen Erwartungshaltung maßlos. In der Synagoge in Kapernaum, entwickelte sich zwischen ihm und den Juden eine sehr kontroverse Diskussion, in deren Verlauf Jesus DIESE Einladung aussprach: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!

Für Jesus ging es nicht darum, begeisterte Anhänger für eine neue religiöse Sache zu werben und zu gewinnen, um mit ihnen ein äußeres Reiches aufzurichten. Jesus hat immer das Herz des Menschen im Blick und die vollkommene Veränderung des Herzens, denn das Herz beinhaltet Gutes und Schlechtes. Dieses Anliegen verstanden die Juden nicht. Viele

seiner Jünger wandten sich nach Jesu direkten und scharfen Worten von ihm ab und gingen nicht mehr mit ihm (Johannes 6, 66).

Ist Jesus nun mit seinem ganzen Bemühen, das Herz seines Volkes zu erreichen, gescheitert? Oder aber hat Johannes, der diesen Bericht verfasste, noch eine Botschaft für uns in dem Text bereit, die sich persönlich an uns richtet und uns Hoffnung, Mut und Zuversicht vermitteln will?

Ich möchte unsere Aufmerksamkeit auf den kleinen Jungen lenken, der Jesus bereitwillig seine Gaben gab. Nur Johannes berichtet uns dieses Detail in seinem Evangelium. Es steht am Anfang der ganzen Geschichte und ist für mich wie ein Schlüssel für den weiteren Verlauf des Berichtes. Dieses unscheinbare Detail offenbart dem suchenden Betrachter tiefe Einblicke in die Wirkungsweise Jesu und den Weg, der zu einer nachhaltigen Veränderung führt.

Betrachten wir nun den Text aus der Perspektive des Jungen und versetzen wir uns in seine Lage. Joh 6,5-9: Dieser kleine Junge war nahe an Jesus und an den Jüngern dran, denn er hatte die Frage Jesu an Philippus mitgehört: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen? Dies sagte Jesus aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete Jesus: Für zweihundert Denare Brote reichen nicht für sie hin, dass jeder auch nur ein wenig bekommt. Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, spricht zu Jesus: Es ist ein kleiner Junge hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat. Aber was ist dies für so viele?

Johannes ist der Evangelist, der immer wieder in seinem Evangelium Details mitteilt, die seine persönliche Nähe zu Jesus widerspiegeln. Durch diese Details werden die Berichte lebendig und sehr persönlich. Sie konfrontieren den Leser direkt mit dem Geschehen und stellen ihn dann vor eine persönliche Entscheidung.

Und nun können wir aus der Position des Jungen weiter beobachten, lernen und erfahren, wie dieses Kommen zu Jesus „funktioniert“ und was für einen Segen es für den Kommenden (für mich) nachhaltig bringt.

Ich möchte dieses in 5 Punkten schildern:

1. An Jesus dran bleiben.

Jesus hielt den Menschen eine lange Predigt. (Es wurde schon Abend). Der Junge hörte nicht nur die Predigt, sonder blieb nah an Jesus dran. Er bekam das Gespräch zwischen Jesus und den Jüngern mit.

2. Die Situation erfassen. Mit der Macht Jesu rechnen.

Der Junge erfasste die Situation und erkannte die Herausforderung, die Jesus an seine Jünger stellte. Die Jünger sahen nur das Unmögliche. Der Junge aber sah nicht auf das wenige, das er hatte, sonder rechnete mit den Möglichkeiten und der Macht Jesu.

3. Er traf eine Entscheidung; er gab ALLES IN DIE HÄNDE JESU.

Er gab bereitwillig und voller Vertrauen ALLES an Jesus ab.

4. Er war direkter Zeuge, wie durch den Segen Jesu das Wenige zur Fülle wurde.

Ich glaube, dass der Junge während des ganzen weiteren Geschehens direkt bei Jesus und den Jüngern stand und nun als Zeuge voller Staunen miterlebte, wie durch Jesu Gebet aus SEINEN fünf Broten und zwei Fischen die Fülle des Segens für alle Menschen wurde.

5. Der Junge bekam den vollen Segen.

Die Jünger sammelten am Ende 12 Körbe mit Brotresten ein. Ich möchte mit einem „Augenzwinkern“ anmerken, dass diese Körbe dem Jungen zustanden. Denn er war ja der Geber der Brote gewesen. So kehrte er reich beschenkt mit der Fülle (den 12 Körben) in sein Elternhaus zurück.

Dieser Junge erlebt also die Wahrheit der Worte Jesus in seiner ganzen Tiefe und Zuverlässigkeit. Im Vertrauen kam er zu Jesus und erlebte, wie Jesus ihn nicht abwies, sondern aus dem Wenigen die Fülle schuf.

Die Menschen in der Synagoge in Kapernaum hörten die Einladung Jesu: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Sie hörten die Aufforderung und lehnten sie rundheraus ab. Sie scheiterten an ihren religiösen Einstellungen und Vorstellungen. Es war der religiöse Stolz, der sie beherrschte und von dem sie sich nicht trennen wollten. Die ausgestreckte Hand Gottes in Jesus lehnten sie ab.

Auch heute, in diesen unsicheren und schwierigen Zeiten, richtet Jesus diese persönliche Einladung an dich und mich. Sie gilt ALLEN. Wir sollen in diesen Zeiten nicht nur Hörer sein. Deshalb lasst uns nicht auf die Umstände schauen und uns von einem depressiven Geist mitreißen. Lasst uns diese Einladung annehmen:

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Schau nicht wie die Jünger auf deinen Mangel und dein Unvermögen. Schaue wie der kleine Junge auf JESUS, der niemanden abweist, der mit offenem und verlangendem Herzen zu ihm kommt. Nur ER ist in der Lage, uns die Dinge zu geben, die unsere Herzen wahrhaftig zur Ruhe bringen und die bis in die Ewigkeit Bestand haben. Nur ER schenkt eine wahrhaftige Perspektive, wie es uns der Psalm 91,1-6 lebendig vor Augen malt.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Wenn du diesen Jesu noch nicht kennst, wenn du denkst, dass du aufgrund deiner Vergangenheit nicht zu ihm kommen kannst, dann lass uns darüber reden und komm in einen unserer Gottesdienste oder nimm Kontakt zu uns auf unter info@fecg-ratzeburg.de

Jesus spricht auch dir zu: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Ich wünsche dir ein gesegnetes Jahr 2022.

Der Friede Gottes sei mit Dir.
Armin

 

Wenn du diesen Jesu noch nicht kennst, wenn du denkst, dass du aufgrund deiner Vergangenheit nicht zu ihm kommen kannst, dann lass uns darüber reden und komm in einen unserer Gottesdienste oder nimm Kontakt zu uns auf unter

info@fecg-ratzeburg.de

Jesus spricht auch dir zu: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.