Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll! (Rö 8,18)

Leiden, wieso denn das…? Um die Spannung herauszunehmen schauen wir einmal auf Rö 8,28: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen…

Ein paar Punkte möchte ich mal nennen.

Wir befinden uns in der Heiligung. Wir haben ein Ziel, das wir anstreben. Der Weg dahin hat so einige Bürden. Z. B. hat Leiden, auch Anfechtung genannt, eine reinigende Wirkung (1Petr 1,7). So, wie Gold durchs Feuer geläutert wird, soll auch unser Glaube geprüft und als echt befunden werden. Alles zum Lob und Preis und Ehre dem Herrn Jesus. Im geduldigen Leiden des Gläubigen soll Christus verherrlicht werden.

Wir lesen Philipper 3,10: Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleichgestaltet werden.

Der Prozess der Heiligung soll dazu führen, dass wir dem Herrn ähnlicher werden. Ein dauerndes Verändern soll nach außen sichtbar werden. Es soll erfahrbar sein, dass nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir lebt (Gal 2,20).

Das Leiden kann aber auch erzieherische Gründe haben. Manchmal brauchen wir Korrektur, um wieder auf dem richtigen Weg zu wandeln.

In unserer Schwachheit, Leidenszeit, wissen wir oft nicht, wie wir beten sollen! Dann will uns jedoch der heilige Geist vertreten mit unaussprechlichem Seufzen (Rö 8,26). Wir beten dann im heiligen Geist (Judas 20).

Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig (2Kor 4, 17-18).

Wenn wir leiden, schafft ER, Gott, ein gewichtiges Übermaß an Herrlichkeit für uns. Die Drangsal bewirkt dann Gutes in unserem Leben, solange wir unseren Blick auf die ewigen Dinge richten. Wenn wir auf uns und die Probleme schauen, dann erleben wir Stillstand.

In all dem Leid möchte ich darauf hinweisen, dass unserem Gott Leid und Leidenserfahrung nicht fremd ist. So ist unser Blick auf das Kreuz gerichtet. Dort hat Jesus all die Leiden persönlich auf sich genommen.

Erhebt eure Häupter, schaut auf den „Ewigen“!

Mag da kommen, was will: Die Erfahrung der Liebe Gottes und Christi macht uns allezeit zu Überwindern (Rö 8,37).

Ein feste Burg ist unser Gott!

Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. IHM sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen (1Petr 5,10-11).

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen (2Kor 13,13)!

Herzlichst verbunden

Euer Ralf