Wendet euer Herz dem Herrn zu und dient ihm allein. (1. Samuel 7,3)

Samuel kam als ganz kleiner Junge, nachdem seine Mutter ihn entwöhnt also abgestillt hatte, in den Tempel. Er sollte dort wohnen und dem Herrn dienen. Das Alter von Samuel ist uns nicht überliefert, aber er war ca. 3 bis 4 Jahre alt.

Nun waren dort Elis beiden Söhne Priester. In 1. Samuel 2,13 steht: Aber die Söhne Elis waren Söhne Belials, sie kannten Gott nicht (d.h. sie waren böse, nichtswürdige Leute; sie hatten keine Beziehung zu Gott). Sie taten allerlei Dinge, die dem Herrn nicht gefielen.

In all dieses Chaos wurde der kleine Samuel hineingebracht. Ich als Mutter habe überlegt, ob das der richtige Ort für so ein kleines Kind war. Hat seine Mutter Hanna nicht dort einen Fehler gemacht? Aber in 1. Samuel 2, 18 steht: Samuel ABER diente vor dem Herrn. Er hat seine Mutter nicht gefragt: Wo hast du mich den hierhin gebracht. War das nicht ein Fehler von dir?

ER DIENTE GOTT UNABHÄNGIG VON DEN UMSTÄNDEN.

Samuels Herz war ganz bei Gott und er diente ihm allein. Kurze Zeit später offenbarte sich Gott dem Samuel.

In 1. Samuel 7, 3 wird der Vers aus dem o.g. Monatsspruch wiederholt: Wendet euer Herz dem Herrn zu und dient ihm allein.

Diesmal sagt Samuel diesen Vers dem ganzen Volk Israel. Nach vielen Jahren des Götzendienstes durch das Volk ruft Samuel dieses Volk zur Buße und Umkehr zu Gott auf.

Wie passt dieser besondere Vers jetzt in unsere heutige Zeit in unseren Gemeinden?

Ich möchte eine kleine persönliche Begebenheit erzählen. Ich mache seit einigen Jahren Dienst im Kindergottesdienst. Es gab dort vor einiger Zeit untereinander einige Unstimmigkeiten. Diese haben mich dazu veranlasst zu überlegen diesen Dienst abzugeben bzw. darüber nachzudenken, ob ich noch richtig bin in diesem Dienst. Vorher aber fing ich an darüber nachzudenken, warum ich diesen Dienst überhaupt mache. Mache ich ihn, um überhaupt etwas zu tun? Mache ich diesen Dienst der Kinder wegen oder weil ich Gott dienen möchte? Ich kam zu dem Entschluss, dass ich Gott damit dienen möchte.

Gottes Antwort hierauf war: Dann tue es auch!

Mir wurde klar, dass ich unabhängig von den Umständen dienen soll.

Das dürfen wir jeder in unseren Gemeinden auch tun. Manchmal passen uns die Umstände nicht. Meistens liegt es an irgendwelchen Personen, mit denen wir nicht klarkommen. Es liegt auch jeden Fall niemals an Gott. ABER:  Wir sollen unser Herz ganz auf Gott richten und IHM UNABHÄNGIG VON DEN UMSTÄNDEN DIENEN. Gott wird sich uns offenbaren.

Samuel diente Gott und damit dem Volk Israel viele Jahre und durfte ein wirklicher Segen für dieses Volk sein.

Das dürfen wir auch tun.

Einen gesegneten Monat März wünscht euch

Melanie Ajvazi