„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“ 2 Samuel 7,22 (L)

Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber ist es nicht so, dass man sich heutzutage auf nichts und auf niemanden mehr verlassen kann? Viele Dinge laufen aus dem Ruder, z.B. durch falsche Berichterstattungen (Fake News). Nichts ist mehr stabil. Die eigene deutsche Geschichte wird verdrängt oder sogar geleugnet. Gewalt nimmt zu, aber keiner will diese Probleme lösen. Natürlich gibt es Ausnahmen.

Wenn wir an unser eigenes Leben denken, werden wir immer wieder vor Situationen gestellt, die alles in Frage stellen. Sei es in Beziehungen, bei einem Verlust eines geliebten Menschen, oder bei schwerer Krankheit. Es sind Situationen, die dazu führen, dass die Menschen die Orientierung verlieren. Sie suchen nach neuen Inhalten und Zielen und zerbrechen daran. Wären hier nicht die Kirchen oder die Gemeinden gefordert eine Orientierung zu geben?

Wir Christen, die unseren Orientierungspunkt im Glauben in Jesus Christus gefunden haben, können da aufatmen. Es ist völlig egal und unabhängig davon, was in unserem Leben oder auch in dieser Welt um uns herum passiert oder noch kommen mag, Gott ist und bleibt verlässlich, auf ihn können wir zählen. In 2 Samuel 7,22 sagt er uns seine Treue zu. „Es ist keiner wie du“.

Hier gibt uns Gott sein Versprechen, dass er uns in seiner Barmherzigkeit und Liebe immer wieder, auch oder gerade dann (?), wenn wir in Zweifel kommen, begegnet und begegnen will. Und darauf können wir immer wieder aufs Neue vertrauen.

Aus dieser Quelle können wir die Kraft schöpfen, die wir für einen liebevollen und wertschätzenden Umgang mit unseren Mitmenschen brauchen. Stellen wir uns den Veränderungen unserer Zeit. Der Glaube befähigt uns, sich einzumischen, wo Menschenrechte und Menschenwürde mit Füßen getreten werden. Wir müssen uns trauen unseren Mund dagegen aufzumachen, weil wir Gott an unserer Seite haben, der uns in jeder Situation stärkt und hilft. Ja, er meint es gut mit dir und mir.

Aus dieser Gewissheit heraus können wir proklamieren: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!“

Amen

Harald Krakow