JAHRESLOSUNG
Jahreslosung 2026
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
(Offenbarung 21,5)
Liebe Geschwister,
ein neues Jahr, ein neues Glück! Das wünschen wir uns doch alle. Oder? Doch die Zeiten lassen anderes ahnen.
Gebannt schauen die Menschen am Anfang dieses neuen Jahres wieder in die Zukunft und
erwarten die kommenden Ereignissen manchmal auch ängstlich. Es herrscht eine Einstellung der Unsicherheit. Ist man den kommenden Geschehnissen schutzlos ausgeliefert?
Die politische Entwicklung verheißt weiterhin nichts Gutes und eine Wendung zum Guten ist bei den vielen Krisen und Auseinandersetzungen nicht in Sicht.
Es ist wie bei dem Bild mit der Schlange und dem Kaninchen. Die Schlange bewegt sich immer mehr auf das zitternde und ängstliche Kaninchen zu. Das Kaninchen ist starr vor Angst. Es sieht nur auf das drohende Unheil und ist von seiner Angst so gelähmt, dass es nicht dem drohenden Tod und der Vernichtung durch die Schlange entkommen kann.
Sind also auch wir den drohenden Entwicklungen schicksalhaft und schutzlos ausgeliefert und müssen uns den kommenden Ereignissen passiv ergeben?
Ich möchte betonen, dass ich keine Schwarzmalerei und keine Panikmache betreiben möchte. Ganz im Gegenteil. Die Botschaft der Jahreslosung entfaltet sich uns in ihrer ganzen Tiefe, wenn wir verstanden haben, dass unser HERR und GOTT ein GOTT der Geschichte ist und keine Entwicklung in der Weltgeschichte und auch in unserem persönlichen Leben seiner Kontrolle entgleitet. Egal, wie sich die Ereignisse und Entwicklungen auch weiterhin darstellen mögen.
Nun wollen wir einen Perspektivwechsel vornehmen. Aus Gottes Sicht wollen wir auf das kommende Geschehen schauen.
Der Vers der Jahreslosung steht am Ende der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel. GOTT spricht zu seiner Gemeinde und lässt sie nicht im Unklaren über seine bevorstehenden Pläne, die die Gemeinde und die ganze Welt betreffen: Siehe, ICH mache alles neu!
Als Johannes diese Offenbarung empfing, war er vom Kaiser Domitian um seines Glaubens willen auf die Insel Patmos verbannt worden. Gott rollt die ganze Weltgeschichte wie in einer Buchrolle vor Johannes aus. All die kommenden Katastrophen, die in der Offenbarung geschildert werden, dienen nur dem einen Ziel: zu dokumentieren, dass GOTT der absolute Herrscher ist und keine anderen Mächte vor ihm Bestand haben werden.
Zum Ende der Offenbarung sieht dann Johannes den neuen Himmel und die neue Erde. Die Absichten Gottes kommen damit zum Ziel: Siehe, ICH mache alles neu!
Diese Verheißung ist eine PERSÖNLICHE, mutmachende Zusage GOTTES an seine geliebte Gemeinde (die Braut Christi). Diese hoffnung- und trostspendende Aussage gilt der ganzen Gemeinde UND sie gilt jedem einzelnen seiner Kinder. Sie ist Ermutigung und Zuspruch durch die gesamte Zeit der Geschichte der Gemeinde bis heute. Gerade in Krisenzeiten ist sie IMMER eine Trostbotschaft und ein fester Anker gewesen, an dem sich die verfolgten Jünger Jesus festgehalten und orientiert haben.
Dahinter steht die Wahrheit, dass GOTT bis an das Ende der Geschichte seinen Kindern in allen Umständen nahe IST und auch ihr persönliches Ergehen durch seine geliebten Hände gehen muss. Es sind die durchbohrten Hände des auferstandenen Herrn Jesus Christus.
Bis zur Erfüllung und Realisierung der Verheißung hat die Gemeinde einen starken Tröster an die Seite gestellt bekommen, es ist der Heilige Geist. Am Ende lesen wir in Offenbarung 22, 17:
Und der Geist und die Braut sie sprechen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme Wasser des Lebens umsonst!
Ich wünsche Dir ein gesegnetes Jahr 2026.
Der Friede Gottes, sein Schalom, sei mit dir!
Armin
Erhebt eure Häupter… auch wenn es euch schwerfallen mag. (Lk 21,28)
